BUCHBESPRECHUNG

Aus den USA: Eine Besprechung von "Motiv: Pferd" von Laurel Johnson für Midwest Book Review. Christiane neuester Bildband ist im Shop und bei Cadmos erhältlich.

"Unglaublich. Überwältigend. Atemberaubend. Diese Worte kamen mir unmittelbar in den Sinn, als ich einen ersten Blick auf das Cover des Buches wagte; die Erzählungen und Bilder in diesem erstaunlichen Buch sorgten dafür, dass es mir glatt die Sprache verschlug... Dieses Buch ist das Nonplusultra. Ein Muss für jeden Pferdeliebhaber. Es ist das ultimative ‚coffee table book’ und darf in keiner Bibliothek fehlen. Selbst diejenigen, die noch nie zuvor eine Nahaufnahme von Pferden gesehen haben, werden von diesem Buch bezaubert und gefesselt zugleich sein... Dieses Buch ist allen Altersgruppen wärmstens zu empfehlen und ein optimales Geschenk für sich selbst und für andere.

Frau Slawik ist eine preisgekrönte Photo- Journalistin und ihre Bilder sprechen eine Sprache für sich – selbst ein ungeschultes Auge wie meines sieht, dass die Auszeichnungen nicht von ungefähr kommen und wohl verdient sind. Sie vermag es, die Kontraste aus Licht und Schatten sowie aus Bewegung und Stillstand hervorragend mit der Linse einzufangen. Sie photographiert mit einer derartigen Lebendigkeit, dass man meinen könnte, die Objekte würden jeden Augenblick aus dem Buch herausspringen. In wunderschönen Erzählungen erfährt der Leser von majestätischen Pferderassen und den exotischsten Orten, an denen sie bereits den Auslöser ihrer Kamera betätigte. Begleitet von einer belebenden Lektüre bringt die beeindruckende Photographie die Großartigkeit und das Temperament der Pferde bestens zur Geltung.

Frau Slawik bereist die ganze Welt und ist dabei immer auf der Suche nach dem perfekten Pferd, der idealen Kulisse und dem geheimnisvollen Zusammenspiel von Licht und Schatten. Geduldig wartet sie darauf, bis das Pferd beim Herumtollen und Posieren sein wahres Ich preisgibt und fängt dann gekonnt die Persönlichkeit des Tieres ein. Showpferde „entfalten ihr wahres Selbst wie Schmetterlinge“ in Barocker Dressur. Friesen in Bayern springen im Sand und auf Wiesen umher und beweisen wieder einmal, warum der Mensch das Pferd seit jeher liebt. Araber, die ersten Rassepferde, die in unserer Phantasie leben, lassen ihrer Lebenslust im Schatten der ägyptischen Pyramiden freien Lauf. Ponys und Pferde werden beim freudigen Wettrennen in deutschen Mohnblumenfeldern abgelichtet. Die Tiere „tanzen“ an Sandstränden und genießen die Brandung. Riesige, schwere Zugpferde bewegen sich leichtfüßig im Galopp und tollen herum wie kleine Fohlen. Die Rasse der gefleckten Noriker war mir neu, ihr Anblick erinnerte mich aber sofort an die „pferdische Version“ von Dalmatinern. Auch von den ungarischen Kisberi mit ihrem weit in die Vergangenheit reichenden Stammbaum hatte ich noch nie zuvor gehört."

Review by Laurel Johnson for Midwest Book Review