Biografie

Kurz-Vita


Christiane Slawik hat sich mit Leib und Seele der Pferdefotografie verschrieben. Seit ihrer Kindheit von Pferden begeistert und mittlerweile über 30 Jahre in allen Sätteln zu Hause finanzierte sie bereits ihr Universitätsstudium mit Gemälden und dem Ablichten von Pferden. Thema ihrer Examensarbeit war: “Hippologische Betrachtungen über naturalistische Pferdedarstellungen in der bildenden Kunst“.

Nach Aufenthalten in den USA folgte eine Mitarbeit beim Radio, danach eine langjährige Tätigkeit als Moderatorin und temporäre Chefredakteurin beim Fernsehen in Deutschland.

Heute schreibt und fotografiert sie für mehrere internationale Fachzeitschriften und Verlage. Auf der Suche nach ausdrucksstarken Momenten lässt sich die Fotojournalistin durch die jeweilige Situation, Licht und Farbe, die Ästhetik und den individuellen Charme der Pferde inspirieren. Ihre Fotografien und Malereien wurden mehrfach ausgestellt.


Passion Pferd


Ob dick oder dünn, groß oder klein, alt oder jung, edel oder plump- ich freue mich über Pferde seit ich denken kann. Sie ziehen mich magisch an, gehen mir durch und durch. Ihre Anwesenheit, ihre Mimik, ihr Duft und ganz besonders die Geräusche, die sie von sich geben: Ein leises Schnauben, sanftes Willkommen Wiehern oder das beruhigende Kaugeräusch ihrer Zähne...

Rund 35 Jahre im Sattel begannen für Christiane Slawik in einem konventionellen Reitverein mit allem was dazugehört: Unterricht, Reiterferien, Abzeichenprüfungen, kleine Turniere. Das Studium (Geografie, Kunst, Deutsch) finanzierte die Würzburgerin unter anderem mit dem Malen von mehrfach ausgestellten Pferdebildern. Geeignete Foto-Vorlagen entstanden mit derselben Kamera, die auch für Reisefotos und Semesterarbeiten zum Einsatz kam. Während monatelanger Aufenthalte in den USA standen auch Berittpferde wie Quarter Horses und Saddler Modell. Die Liebe zur Kunst und zu den Pferden vereinigten sich damals bereits in der Examensarbeit: Christianes „Hippologische Bemerkungen zu naturalistischen Pferdedarstellungen in der bildenden Kunst“ sollte auf Anraten des Professors zur Doktorarbeit ausgebaut werden. Auch die beim Kunst-Examen vorgelegten bildnerischen und plastischen Arbeiten stellten Pferde dar.


Das gewisse Etwas


Ihre ehemaligen Hobbys Pferde, Fotografieren, Reisen, tierbegeisterte Menschen treffen und kreativ tätig sein verschmolzen irgendwann einmal zu einem Beruf, der in diesem Fall echte Berufung war. Nur das „Malen“, das übernimmt heute ausschließlich die Kamera. Neben den in der Pferdefotografie gängigen, von Fachverlagen und Kunden verlangten Motiven bietet Christiane Slawik im Gegensatz zu vielen Kollegen jedoch zusätzlich „das gewisse Etwas“:

Die Aufnahmen zeigen deutlich ihre künstlerische Vorbildung und Veranlagung, fangen Temperament, Charme und Persönlichkeit eines jeden Tieres perfekt ein. Ein Kunde formulierte begeistert: „Sie haben mein Pferd nicht so dargestellt, wie jeder es sieht, sondern wie nur ich es mit meinem Herzen sehe!“

Christiane Slawik besucht jedoch nicht nur „fotogene“ oder prominente vierbeinige Stars, sondern befördert genauso gerne „ganz normale“ Pferde, zottelige Ponys oder massige Kaltblüter aus dem Stall nebenan allmonatlich auf Titel, Poster oder Kalender internationaler Magazine.


Fundierter Fotojornalismus


Heute schreibt und/oder fotografiert die Fotojournalistin für rund 40 internationale Verbände und Firmen, Kalender-, Fachverlage und –zeitschriften. Ihre eigenen, im Cadmos-Verlag erschienenen, reich bebilderten Fachbücher zeichnen sich durch fundierten Sachverstand und liebevoll gestaltete Fotos aus. Prof. Dr. Zeeb, einer der renommiertesten Pferdeverhaltensforscher schrieb über „Schwere Jungs, das Comeback der Kaltblüter“:

„Je älter man wird, desto mehr stellt man fest, wie wenig man eigentlich weiß. Sie haben einen Haufen Fachwissen kombiniert mit tollen Fotos in das Werk hinein gepackt! Es war mir ein Vergnügen, mein Wissen aufzufrischen und zu ergänzen.“

Journalistische Erfahrung sammelte die ehemalige TV-Chefredakteurin bereits direkt nach ihrem Studium beim Aufbau einer der größten privaten regionalen Fernsehsender Deutschlands. Christiane Slawik erstellte Features und Filme zu allen Themen im In- und Ausland, moderierte jahrelang unzählige Reise- und Magazinsendungen. Die lange Gästeliste ihrer bunten Live-Talks umfasst Prominente aller Couleur: Stars und Sternchen, Olympiasieger und Weltmeister, Rock- und Popstars, Pulitzer- und Nobelpreisträger sowie Bundesminister und Ministerpräsidenten. Damals blieb nicht viel Zeit für Tiere. Erst nach einem Dreh im Reitstall und einem Unfall in Zentralafrika, der für acht Monate nahezu alle Aktivitäten zunichte machte, konzentrierte sie sich wieder voll und ganz auf ihre alte Passion: „Jetzt mache ich das, woran mein Herz wirklich hängt!“.

In Kombination von umfassender Recherche sowie Interesse an Ereignissen, Hintergründen und Persönlichkeiten entstanden unzählige lebendige Reportagen rund ums Pferd, rund um die Welt. Authentizität ihrer Protagonisten spielt für die Christiane Slawik eine große Rolle:

„Neben Rasse- und Gestütsportraits berichte ich am liebsten über echte Pferdeleute. Viel zu selten haben sie in der Szene einen so bekannten Namen wie z.B. Francois Pignon in Frankreich. Es gibt sie eigentlich überall. Man muss nur Augen und Herz öffnen, dann stehen sie plötzlich vor einem: Einfühlsame, feine Menschen die sich vorbildlich und liebevoll darum bemühen, ihrem Tier im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten gerecht zu werden. Kleine Angestellte oder Rentner kompensieren fehlende finanzielle Mittel mit Hingabe, Einfallsreichtum und vor allem mit Zeit. Von diesen Liebhabern könnte so mancher prominenter Reiter noch eine Menge lernen.“

Enormes Fachwissen begünstigt das Aufspüren, Verfassen und Fotografieren dieser ganz besonderen Geschichten. Egal welcher Reitstil, egal welches Land, welche Rasse: Christiane Slawik sieht sofort, ob gut geritten wird. Den Reitern nimmt sie gekonnt die Aufregung, hilft ihnen bisweilen mit kleinen Korrekturen und rückt sie dann im entscheidenden Moment in ein ganz besonderes Licht. Ihr engagiertes, kritisches Auge ist unbestechlich. Großzügiger als Reiter begutachtet sie Pferde und kompensiert kleinere Mängel elegant mit besonderen Kameraperspektiven:

„Es sind so wunderbare Wesen. Unendlich geduldig, immer ehrlich und aufgeschlossen. Sie schenken uns ihr unbedingtes Vertrauen, ihre ganze Kraft. Es gibt in der ganzen Tierwelt nichts Vergleichbares. Wo wäre die Menschheit, ohne das Pferd?“


In allen Sätteln zu hause


Das umfangreiche Knowhow kommt nicht von ungefähr, denn alle Reitstile, alle Rassen, denen Christiane Slawik begegnet, möchte sie vor Ort auch selbst „erfühlen“, möchte verstehen, welche Idee, welcher Zweck hinter Zuchtrichtungen, Hilfen, Sattel- und Gebisskonstruktionen steht:

„Für mich ist das tiefere Verständnis einer jeden Reitkultur erst möglich, wenn ich die Pferde an ihrem Ursprungsort auch selbst geritten habe.“

Sprachbarrieren spielen selbst an entlegensten Locations keine Rolle mehr, wenn die selbstbewussten Männer im Sattel sehen, dass die fotografierende Frau nicht nur von ihren Pferden begeistert ist, sondern sie auch noch reiten kann.

„Es ist für mich immer wieder faszinierend zu erleben, wie die Liebe zum Pferd alle sprachlichen und kulturellen Barrieren in der Welt überbrückt.“

Auf ihren Reisen töltet sie mit Isländern über Lavafelder, besucht irische Pferdemärkte oder überwindet auf Huntern Vielseitigkeitshindernisse, wandert zwischen den großen Herden traditioneller Staatsgestüte umher, erprobt die Power portugiesischer Stierkampfpferde, passagiert P.R.E.´s in Spanien, hält sich auf steigenden Friesen, slidet Quarter Horses, reitet Araberchampions in Ägypten, treibt mit den Butteri der Maremma halbwilde Stiere, tummelt einen Camarguehengst im Rhonedelta, läßt Knabstrupper am Hofe der dänischen Königin in Kopenhagen tanzen, schwingt sich ohne Zögern auf die ungesattelten Noniuspferde der ungarischen Csikos oder galoppiert mit Beduinen durch den tunesischen Saharasand. Die überreichten nicht nur einen Hengst als Geschenk, sondern bescherten der Fotojournalistin Jahre nach dem Shooting ein Erlebnis der besonderen Art. Weihnachten 2002 ließ ihr der Stamm überraschend eine Nachricht zukommen: Ihre stimmungsvollen Fotos würden den Geist eines kürzlich verstorbenen Reiters für immer in den Zelten bewahren.

Besonders viel lernte Christiane Slawik im Sattel von Florian Müllers sensiblem Ausnahmehengst Almanzor, den sie während seiner Ausbildung über ein Jahr lang mehrmals wöchentlich ritt. Heute eines der erfolgreichsten und bekanntesten Showpferde Deutschlands, begründete der explosive P.R.E. ihre ganz spezielle Liebe zu Iberischen Pferden- obwohl sie eigentlich immer gerade die Rasse favorisiert, die sie aktuell vor der Kamera hat. Später saß sie zwei Jahre lang regelmäßig auf den Grand Prix Turniercracks der mehrfachen russischen Dressurmeisterin.

So oft wie möglich beobachtet sie europaweit die Arbeit der größten klassischen Reitmeister unserer Zeit, schult ihr Auge für die absolute Perfektion und Harmonie und überträgt dieses Gefühl auch auf andere Motive. Außergewöhnliche Sessions in historischen Schlossgärten bieten Gelegenheit, einmalige Momente zwischen Pferd und Reiter vor herrschaftlicher Kulisse festzuhalten und damit barocke Stiche oder Gemälde wieder zum Leben zu erwecken- eine besondere Spezialität der Würzburgerin. Genau wie die Fotografin scheuen dabei auch die Reiter keinen Aufwand, denn sie wissen, dass es sich lohnt, für Christiane Slawik zu satteln!